Tabubrecher und Tabuschützer Kurt Marti. Phänomenologie des helvetischen Beschweigens nach 1945

Abstract
Kurt Marti gehört ohne Zweifel zu jenen schweizerischen Autoren, die sich als Literaten an aktuellen politischen Diskussionen der Eidgenossenschaft intensiv beteiligten. Vom Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts bis zum zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wusste er als Publizist, Prosaist und Lyriker gesellschaftlichen Veränderungen in lokaler sowie globaler Dimension mit kritischem Wort zu begegnen. Dabei scheute er sich nicht beschwiegene Zonen zu betreten. Vor allem als Publizist entwickelte er eine originelle Theorie des Phänomens Tabu, die er auch in seiner Belletristik praktizierte. Schädliche Tabus werden von ihm angeprangert, nützliche unterstützt. Im vorliegenden Beitrag wird zunächst Martis Tabu-Auffassung analysiert. Der Analyse folgen in chronologischer Reihenfolge Beispiele für Tabubrüche und Tabuierung im Werk des Dichters.
Description
Keywords
Citation
Tabubrecher und Tabuschützer Kurt Marti. Phänomenologie des helvetischen Beschweigens nach 1945. W: Dorota Sośnicka (red.): Tabuzonen und Tabubrüche in der Deutschschweizer Literatur. Göttingen: V&R unipress 2020, S. 113-122.
Related research dataset
Belongs to collection